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Pilates – Die Person
Die Pilates-Technik basiert auf den Arbeiten von Joseph H. Pilates (1880 – 1968), der in der Nähe von
Düsseldorf geboren, sein erstes Studio bereits in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in New York
eröffnete. Als Kind von körperlich sehr schwacher Konstitution begann er schon früh, sich intensiv mit
unterschiedlichen Sportarten zu befassen, wie z.B. Tai Chi, Yoga, Kickboxen, Fechten, Leichtathletik und
Schwimmen.
Interessanterweise entwickelte Pilates seine Technik der "contrology", wie er selbst seine
Trainingsform nannte, inspiriert durch diese Sportarten, als er im ersten Weltkrieg in einem britischen
Lager als Kriegsgefangener interniert war.
In den 20er Jahren trainierte er bereits Einheiten der deutschen Polizei.
Ende der 20er Jahre siedelte er nach New York über, nachdem die Nazionalsozialisten ihn ersucht hatten,
die SS zu trainieren. Seine Flucht nach Amerika war Antwort auf ihre Anfrage.
Auf Anregen Rudolf von Labans eröffnete er sein Studio und teilte sich zu Beginn eine Adresse mit dem
New York City Ballet, von dem auch viele Tänzer in der Folgezeit zu seinen Klienten zählten.
Martha Graham, George Balanchine und eben Rudolf von Laban sind nur einige der Namen.
Aus dieser Anfangszeit und aus den gemeinsamen Inhalten, nämlich der Zentrierung und Stabilisierung
des Körpers erklärt sich die enge Verbindung zum Tanz.
Joseph Pilates arbeitete höchst individuell und kreativ. Für jeden einzelnen Klienten erstellte
er ein eigenes Übungsprogramm und entwickelte sogar neue Übungen für die entsprechende Person.
Pilates praktizierte bis ins hohe Alter hinein, verfaßte Bücher über seine Technik, bildete jedoch nie
Lehrer aus, weil er seine Arbeit für so individuell hielt, dass sie ihm nicht unterrichtbar schien.
Er starb 87jährig in New York.
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Pilates – Die Technik
Pilates ist eine Trainingsform, die sich nicht mit der Bearbeitung einzelner
Muskelpartien begnügt, sondern vielmehr den Körper in seiner Ganzheit betrachtet.
Die Übungen werden in kontrollierten und fließenden Bewegungen ausgeführt, die dem Körper
effizientere Bewegungsabläufe ermöglichen und die Betrachtung und Bearbeitung von eingeschliffenen,
anatomisch nicht korrekten Haltungs- und Bewegungsmustern zulassen.
Entsprechend den körperlichen Gegebenheiten der/des Trainierenden werden verkürzte Muskeln gedehnt und
zu schwache Muskeln gestärkt und so die Gelenkbeweglichkeit und -gesundheit gefördert.
Von besonderer Bedeutung und Basis des Trainings ist die Arbeit mit der Stabilisationsmuskulatur des Rumpfes,
dem sog. Powerhouse.
Im Gegensatz zu anderen Sportarten und auch einem herkömmlichen Fitnesstraining, das einen
Trainingsschwerpunkt in der Kräftigung der oberflächlichen, mobilisierenden Muskeln sieht,
setzt Pilates bei der Aktivierung und Stärkung der tiefliegenden Bauch- und
Rückenmuskulatur an.
Diese ist nicht nur zuständig für einen festen Bauch und eine schlanke Taille, sondern – so sie zu
schwach ist – auch Hauptursache für Rückenbeschwerden.
So baut Pilates Stärke von innen nach außen auf, bringt den Körper wieder in seine Balance
und korrekte Ausrichtung.
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Pilates – Die Effekte
- Muskulatur wird ausgleichend verlängert und verstärkt
- Gelenkbeweglichkeit und -gesundheit wird gefördert
- Spannungen im Körper werden reduziert bzw. abgebaut
- Sich neu aufbauende Verspannungen werden durch neu einstudierte Haltungs- und Bewegungsmuster verhindert
>>> Reduktion von Rückenbeschwerden, Muskelverspannungen, Ischiasproblemen, Gelenk- und
Sehnenentzündungen, etc.
- Bessere Koordination
- Bessere Kondition
- Mehr Kraft, ausgeglichenes Verhältnis zwischen Kraft / Stärke und Flexibilität
- Mehr physische und psychische Ausdauer
>>> Harmonischere Erscheinung, dadurch gestärktes Selbstbewußtsein
- Harmonisierung von Körper und Geist durch Konzentration auf die Übungen
- Sensibilisierung der Körperwahrnehmung
- Straffer, geschmeidiger Körper, insbesondere straffer und fester Bauch
- Aufrechte und graziöse Haltung
>>> Positive Ausstrahlung und Lebensfreude
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Pilates – Die Zielgruppe
Die originalen Pilatesübungen sind sehr komplexe, nahezu akrobatische Ganzkörperübungen,
die ein sehr hohes Maß an körperlicher Fitness, Körperbeherrschung und -wahrnehmung verlangen.
Über die Jahre hinweg wurde Pilates jedoch immer wieder modifiziert, verändert und
den neuesten Erkenntnissen der Sportmedizin angepaßt, so dass eine große Fülle an Übungen
entstanden ist, sog. Pre-Pilates-Übungen, die als Vorübungen auf die originalen Übungen
vorbereiten und für Jedermann geeignet sind.
Für ein Pilatestraining spricht diese enorme Vielfalt und Variationsfähigkeit der Übungen,
die es dem Trainer ermöglichen, die Übungen so zu modifizieren, dass sie exakt dem körperlichen Zustand
der/des Trainierenden entsprechen.
So ist es nahezu jeder interessierten Person möglich, Pilates zu machen, unabhängig vom Grad ihrer
körperlichen Fitness.
Pilates bietet sich nicht nur in speziellen Fällen an, wie der Rehabilitation nach einem
chirurgischen Eingriff, einer Schwangerschaft, dem Alter oder der Leistungsoptimierung von
Sportlern (z.B. mit einseitiger Beanspruchung, wie Tennis oder Golfspieler)
Pilates ist für jede Person geeignet, die das Interesse verspürt, konstruktiv mit ihrem Körper zu
arbeiten und ihn zu verändern.
Zum Klientel gehören Erzieherinnen, Bürokräfte, Vielfahrer, TänzerInnen, TherapeutInnen,
Tennisspieler, …
und möglicherweise auch Sie!
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Weitere Informationen über Pilates
Pilates-Bücher von Antje Korte
PilatesBox
Die PilatesBox enthält Karten, mit deren Hilfe sich ein individueller Trainingsplan zusammenstellen lässt. Die Vorderseite der
Karten erklärt schrittweise die Ausführung der Übung. Auf der Rückseite kann man sich über die Wirkungsweise,
Varianten und mögliche Schwierigkeiten der jeweiligen Übung informieren.
Begleitend enthält die Box ein Buch, welches beim Zusammenstellen der Übungsprogramme hilft und weitere thematische
Programme vorschlägt.
Pilates Das Fitnesstraining für Körper und Seele
Antje Kortes erstes Buch über Pilates – erschienen im September 2004 – richtet sich sowohl an
Anfänger, als auch an Fortgeschrittene. Detailliert werden im Praxisteil die Übungen anhand von Farbfotos
erklärt.
Es wird genau beschrieben, was die einzelnen Übungen bewirken. Aber auch auf mögliche Fehler bei der Ausübung
wird eingegangen. Ein Körper-Check hilft dabei die eigenen Stärken und Schwächen herauszufinden und sich
seinen persönlichen Trainingsplan zusammenzustellen.
Fertige Programme gehen beispielsweise auf die Problemzonen ein oder dienen der Entspannung.
Bücher anderer Autoren
- Christin Kuhnert, Superbody mit Pilates, Gräfe und Unzer, München 2000,
ISBN-Nr. 3–7742–4501–0
direkt bei amazon kaufen
- Lynne Robinson, Gordon Thompson, Pilates Workout, Mosaik, München 1999,
ISBN-Nr. 3–576–11337–1
direkt bei amazon kaufen
- Brooke Siler, The Pilates Body, Broadway Books, New York 2000,
ISBN-Nr. 0–7679–0396–X
direkt bei amazon kaufen
- Trevor Blount, Eleanor McKenzie, Die Pilates - Methode, Bechtermünz, Augsburg 2000,
ISBN-Nr. 3–8289–1907–3
Ein ausführliches Angebot an Pilates-Büchern finden Sie bei
www.Amazon.de
Weitere Literatur
Videoempfehlung
Die Pilates Methode von body control, Lynne Robinson, polyband Nr. 70424–7 - direkt bei amazon kaufen
Pilates-Organisationen
Pilates-Studios und Dozenten, deren Arbeit mir bekannt ist
- Center Circle Pilates Studio Christin Kuhnert, Deisenhofener Str. 80, München, 0 89 – 65 67 31
info@pilates-studio-muenchen.de, www.pilates-studio-muenchen.de
- körpergerecht, Lisa Gregg, Brucknerstr. 5a, 01309 Dresden, 03 51 – 3 74 49 39
info@studio-koerpergerecht.de, www.studio-koerpergerecht.de
- Springs, Pilatesstudio Köln, Krefelder Str. 18, 50670 Köln, 02 21 – 1 67 94 67
info@pilates-studio-koeln.de, www.pilates-studio-koeln.de
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